MUBE
Mobile Untersuchungs- und Behandlungseinheit
In der MUBE – einer modern ausgestatteten mobilen Augenarztpraxis – werden augenärztliche Untersuchungen und Befundungen angeboten. Das Versorgungs- und Behandlungsangebot der MUBE richtet sich an Patienten, deren augenärztliche Erkrankungen regelmäßiger Routineuntersuchungen bedürfen.
Dazu gehören Makula-Degeneration, Katarakt (Grauer Star), diabetische Retinopathie oder Glaukom (Grüner Star). Für die Patienten können lange Fahrtwege und Wartezeiten vermieden werden.
Dieses innovative Projekt der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KV Sachsen) bietet den Patienten ein neues augenärztliches Versorgungsangebot, welches in Zusammenarbeit mit in Südwestsachsen ansässigen Kliniken umgesetzt wird.
Finanziell unterstützt wird dieses Projekt in Markneukirchen durch die umliegenden Kommunen Adorf, Bad Elster, Bad Brambach, Schöneck, Mühlental, Markneukirchen sowie Oelsnitz im Vogtland mit den Verwaltungsgemeinschaften und soll so bis Sommer 2027 fortlaufen.
In der MUBE kommt nur nichtärztliches Personal zum Einsatz, welches routinemäßige Augenuntersuchungen vornimmt. Aus diesem Grund muss zuvor eine Erstuntersuchung bei einem Arzt in einer Praxis erfolgen, der die Schwere des Augenleidens einschätzt und ob die weiterführenden Untersuchungen in der MUBE erfolgen können.
Hier steht die MUBE:
Patienten, die keinen Augenarzt haben, erhalten einen Termin für eine Erstuntersuchung bei einem der Kooperationspartner. Dafür kann dieses Registrierungsformular genutzt werden:
Das Praxispersonal in der MUBE arbeitet eng mit den Kooperationspartnern umliegender Augenarztpraxen und Kliniken zusammen. Dabei kann jederzeit eine Ärztin oder ein Arzt per Video hinzugezogen werden. Die Untersuchungs- und Behandlungskosten der Patienten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen.
Hintergrund ist, dass in der Region Südwestsachsen sich in den vergangenen Jahren die Situation der augenärztlichen Versorgung durch altersbedingte Praxisschließungen zunehmend verschlechtert hatte. Trotz vielfältiger Bemühungen und Förderprogramme konnten zumeist keine Praxisnachfolger für die eigene Niederlassung gefunden werden. Durch die MUBE können die ansässigen augenärztlichen Praxen entlastet werden, sodass neue Kapazitäten für therapiebedürftige Patienten zur Verfügung stehen.
„Wir freuen uns sehr, dass sich die Mobile Untersuchungs- und Behandlungseinheit (MUBE) in unserer Region erfolgreich etabliert hat. Das große Interesse und die positive Resonanz der Bürgerinnen und Bürger zeigen, wie wichtig dieses innovative Versorgungsangebot ist. Gemeinsam mit den beteiligten Städten und Gemeinden sowie unseren Partnern ist es gelungen, die augenärztliche Versorgung im Oberen Vogtland spürbar zu verbessern. Die MUBE ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie interkommunale Zusammenarbeit und moderne Medizin den Menschen direkt vor Ort zugutekommen.“, so die Bürgermeister der Stadt Markneukirchen und der Gemeinden des Oberen Vogtlandes.
Dr. med. Manuela Sipli, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KV Sachsen, sagt: „Für eine zukunftsfähige ambulante Versorgung werden mehr und mehr innovative Ansätze mit an den regionalen Versorgungsbedarf angepassten Maßnahmen notwendig. Mit der MUBE haben wir ein solches augenärztliches Versorgungsangebot geschaffen, das moderne Telemedizin mit persönlicher Betreuung vor Ort verbindet und dort ansetzt, wo augenärztliche Versorgung aufgrund des Fachkräftemangels und altersbedingte Praxisaufgaben zunehmend unter Druck gerät. Dass sich die MUBE in Markneukirchen und der Region erfolgreich etabliert hat und von den Patienten sehr gut angenommen wird, bestätigt den von uns eingeschlagenen Weg. Gemeinsam mit unseren kommunalen und medizinischen Partnern leisten wir so einen wichtigen Beitrag, die augenärztliche Versorgung in Südwestsachsen weiterhin zu sichern.“
Weitere Informationen zur MUBE finden Sie in der Anlage „Fragen & Antworten zur MUBE“ sowie immer aktuell hier:


