1180
- 1200
|
Wahrscheinliche
Besiedelung - Anfänge von Ort und Burg |
| 1225 |
Erste
schriftliche Erwähnung - Albertus de Schoenegge |
| 1327 |
Vogt
Heinrich der Ältere von Plauen trägt seine Herrschaft
dem Böhmenkönig Johann zu Lehen auf. Neben anderen
Ortschaften kommt auch Schöneck zur Krone Böhmens |
| 1370 |
Karl
IV. erhebt Schöneck zur Stadt und verleiht ihr die
gleichen Rechte, wie sie die Stadt Elbogen in Böhmen
besitzt |
| 1397 |
König
Wenzel bestellt den Grafen Günter von Schwarzburg zum
Amtmann der Schlösser und Orte Schöneck, Mylau,
Stollberg und Schönbach |
| 1422 |
König
Sigismund verpfändet die Schlösser Schöneck,
Mylau, Stollberg, Gattendorf und Sparnberg mit allen ihren
Zugehörungen für 90 000 Gulden an die Wettiner.
Die Freiheiten und Rechte von Schöneck werden jetzt
und auch in Zukunft nicht angetastet und immer wieder bestätigt |
|
1430 |
Kurfürst
Friedrich und Herzog Sigismund von Sachsen ver-
pfänden das Schloß, Amtund die Vogtei Schöneck
und Schön-
bach für 1500 Guldenan die Gebrüder von Wolffisdorf
(Woltersdorf) |
| 1437 |
Kaspar
Schlick, des Deutschen Reiches Kanzler, Burggraf zu Eger
und Elbogen, erhält für die Pfandsumme von 3000
Gulden, die er für die Wettiner an Kaiser Sigismund
bezahlt, Schloß Schöneck mit allem Zubehör
zunächst pfandweise, später als ein rechtes Erbe
und Lehen |
| 1444 |
Peter
Thoß auf Mariney und Konrad Thoß auf Schilbach
verkaufen der Stadt Schöneck die Wüstung Haselbrunn |
| 1499 |
Hans von Scheuben
aus Eger kauft das Schloß Schöneck mit den Zuge-
hörungen von dem Edlen Wenzel Schlick. Es gibt Kaufstreitigkeiten.
Schlick hat das Schloß an zwei Interessenten verkauft |
| 1534 |
Die
Vormünder Adams von Scheuben verkaufen für ihr
Mündel die Herrschaft Schöneck, bestehend aus
Schloß, Gut und Städtchen, an
den Kurfürsten Johann von Sachsen |
| 1546 |
Schöneck
wird im Schmalkaldischen Krieg von den kaiserlichen Truppen,
die Adorf und Oelsnitz geplündert haben, eingenommen |
| 1549 |
König
Ferdinand verkauft seinem Kanzler Heinrich, Herrn zu Plauen,
zum Dank für die im Schmalkaldischen Krieg" geleisteten
Dienste u.a. auch Schloß und Stadt Schöneck |
| 1554 |
Die
Flur des "Hofgutes" wird aufgeteilt und gegen
Zins an die Bürger vergeben |
| 1559 |
Herr
Heinrich von Plauen verpfändet die Ämter Plauen,
Vogtsberg und Pausa dem Kurfürsten August von Sachsen
für 60 000 Gulden |
| 1563 |
Es
wird die Verpfändung verlängert. Schließlich
übernimmt der Kurfürst die volle Verantwortung.
Das Pfand wird niemals eingelöst. Schöneck gehört
wieder zu Sachsen |
| 1580 |
Teile
der Burg werden abgetragen. Es entsteht dafür ein kurfürstliches
Jagdschloß an der Stelle der Unterburg |
| 1632 |
Truppen
unter General Holk plündern die Stadt, zerstören
die Burganlage und brennen den Ort nieder |
| 1633 |
251
Einwohner sterben in diesem Jahr durch Kriegseinwirkung
und Pest |
| 1655 |
Der
Rat erwirbt die Obergerichte in Weichbild, im Stadtwald
Haselbrunn und über einige Widemgüter in Eschenbach,
dazu die Schriftsässigkeit |
| 1680 |
Erneut
zerstört ein Brand die Stadt, 3 kleine entlegene
Häuser bleiben übrig |
| 1730 |
Pfarrer
Marbach schreibt seine Chronik über Schöneck.
Der Ort hat zu dieser Zeit 800 Einwohner, die in 130 kleinen
Häusern leben. Die Ein-
wohner treiben dürftig Ackerbau und Viehzucht, arbeiten
als Flößer-
knechteoder sammeln Pech und brennen Ruß. Böhmische
Exulanten haben den Geigenbau mitgebracht. Das Hauptgewerbe
ist die Baumwollweberei |
| 1761 |
Österreichisches
Militär ist in Schöneck einquartiert. Durch Fahrlässig-
keit der Soldaten entsteht ein Brand, der wieder große
Teile der Stadt vernichtet |
| 1765 |
Letzte
Reste vom Schloß, der alte Burgfried, werden abgetragen;
die Steine werden zum Wiederaufbau der Stadt verwendet |
| 1847 |
Schöneck erhält eine Posthalterei
|
| 1856 |
Am
9. Mai verursacht ein Kind ein furchtbares Feuer, in kurzer
Zeit breitet sich dieses über den ganzen Ort aus. 286
Gebäude werden vernichtet und 472 Familien obdachlos.
Es war der letzte große Brand. Die Stadt wird nach
einem neuen
Grundriß wieder aufgebaut |
| 1858 |
Die
erste Schönecker Zeitung wird gegründet |
| 1865 |
Die
Zigarrenindustrie findet Eingang in Schöneck |
| 1874 |
Das
selbständige Gerichtsamt wird eingezogen und Oelsnitz
angegliedert |
| 1875 |
Mit
der Eröffnung der Bahnlinie Chemnitz-Aue-Adorf erhält
Schöneck einen Bahnhof |
| 1912 |
Schöneck
erhält wieder ein Amtsgericht, ein neues Gebäude
wird errichtet (jetzt Krankenhaus) |
| 1914
- 1918 |
Der
1. Weltkrieg fordert auch unter der männlichen Bevölkerung
Schönecks zahlreiche Opfer |
| 1923 |
Das Rathaus auf dem Sonnenwirbel wird errichtet |
| 1939
- 1945 |
2.
Weltkrieg: Schöneck wird in den letzten Kriegstagen
häufig be-
schossen. Es gibt Opfer unter der Bevölkerung.
Am 6. Mai ziehen die Amerikaner ein. |